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Die häufigsten Pferdekrankheiten Teil 5: Strahlfäule

Als Strahlfäule bezeichnet man eine Veränderung der weichen Hornteile des Hufes. Von der mittleren Strahlfurche ausgehend kann sie sich auf den gesamten Strahl, sowie das Ballenhorn ausbreiten. Wenn man sie nicht frühzeitig behandelt, kann es zu Folgeerkrankungen kommen.


Was passiert bei einer Strahlfäule?

Bei einer Strahlfäule zerstören Bakterien das Hufhorn. Es gibt viele Faktoren, die zu einer Strahlfäule führen können.


Ursachen:

- unhygienische Haltungsbedingungen

-nachlässige Hufpflege

-Fehlstellung der Hufe

-unsaubere Bearbeitung durch den Hufschmied

- Zwanghuf


Symptome:

-übelrichendes, schwarzes Sekret in der Strahlfurche

-tiefe Strahlfurchen

-lose Teile des Hufhornes

-lahmen

-Weigerung beim Hufegeben

-Ringe an der Hornwand



Strahlfäule ist heilbar. Wichtig ist hierbei eine regelmäßige und energische Reinigung und Desinfektion der betroffenen Hufe. Desweiteren ist eine regelmäßige Bearbeitung des Hufschmiedes wichtig, damit sich keine Taschen bilden können, in der sich Bakterien sehr wohl fühlen. Auch sollte auf eine saubere Koppel/Offenstall geachtet werden. Hierbei ist regelmäßiges abmisten wichtig.


Was hilft bei Strahlfäule?

-tägliches reinigen/desinfizieren und trocknen der Hufe

-Behandlung mit Jodoformäther (ausschließlich über einen Tierarzterhältlich), Kupfervitriol, Hufwachs oder Wasserstoffperoxid 3%

-ausreichend Bewegung

-mindestens einmal täglich gründlich ausmisten

-ausreichend Einstreu verwenden

-Auslauf sauber halten


Allerdings muss beachtet werden, dass diese Mittel den Huf schnell austrocknen. Daher ist unbedingt Rücksprache mit einem Tierarzt oder Hufschmied zu halten.


Auch die Fütterung kann unterstützen ⬇️

Schwefel unterstützt die Bildung von Keratin, einem wichtigen Bestandteil des Hufhornes. Auch Zink, Vitamin B6, Kupfer sowie ein guter Schuss Essig können von innen heraus helfen.


Sobald beim Hufe anheben ein unangenehmer Geruch in die Nase steigt, hat sich die Strahlfäule meist schon ausgebreitet. Deswegen ist eine kontinuierliche Behandlung unumgänglich, um Folgeerkrankungen wie Hufkrebs zu vermeiden.




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